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Oberhausen



Allgemeines:
Fläche: 7703 ha
Größte Nord-Süd-Ausdehnung 14,6 km
Größte Ost-West-Ausdehnung 10,7 km

Besondere Örtlichkeiten in Oberhausen:






Designed by Mega Tex


Das CentrO:

Auf dem Gelände des ehemaligen Hütten- und Walzwerkes der Firma Thyssen wurde auf einer Fläche von fast 100 Hektar im September 1996 das wirtschaftliche Großprojekt in der Neuen Mitte Oberhausen eröffnet - das CentrO. Die britischen Investoren Stadium und Peninsular & Oriental Steam Navigation Company (P&O) bauten dieses neue Einkaufs- und Freizeitparadies, das in Europa einzigartig ist, mit einem Investitionsvolumen von rund 1,6 Milliarden Mark. Zum CentrO. gehören ein 70.000 qm großes Einkaufszentrum mit 200 Einzelhandelsgeschäften, ein Freizeit- und Vergnügungspark, eine 400 Meter lange Promenade zwischen Einkaufszentrum und Freizeitpark mit über 20 internationalen Gastronomiebetrieben, ein Warner Bros. Multiplex-Kino sowie ein Business Park. Bereits 1997 wird das Pilot-Verkaufscenter Deutschland für den "smart", das gemeinsam von Mercedes und dem Schweizer Uhrenhersteller SMH (Swatch) entwickelte Stadt- und Freizeitauto der Zukunft, fertiggestellt. Geplant ist außerdem ein Musical-Theater. Direkt an das CentrO. angebunden sind die neue Veranstaltungshalle Arena Oberhausen mit einer Zuschauerkapazität von 12.500 Plätzen, die von dem amerikanischen Unternehmen Ogden Entertainment Services betrieben wird, sowie die neue Vereinsanlage des Tennis-Bundesligisten OTHC Oberhausen.

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Der Gasometer:

Der weithin sichtbare Gasometer am Rhein-Herne-Kanal ist nach seinem Umbau als Ausstellungshalle und Aussichtsturm zum neuen Wahrzeichen der Stadt geworden und gleichzeitig zum Symbol für den Strukturwandel. Maßstäbe hat der Gasometer schon immer gesetzt. 1929, im Jahr seiner Errichtung, war er mit 117,5 m Höhe, 68 m Durchmesser und fast 350.000 cbm Fassungsvermögen der größte seiner Zeit. Heute ist er Europas eigenwilligste Ausstellungshalle mit viel Raum für Phantasie.
1994 wurde das Industriedenkmal mit der Ausstellung "Feuer & Flamme - 200 Jahre Ruhrgebiet" im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park (IBA) eröffnet, die in zwei Jahren von 500.000 Menschen besucht wurde. 1996 war im Gasometer das Kunstereignis "ICH PHOENIX" zu sehen. Thema der Ausstellung war der Wandel der alten Industriegesellschaft zur neuen Medien- und Informationsgesellschaft. 1997 wurde von Mai bis November unter dem Titel "Der Traum vom Sehen" eine Ausstellung zur Geschichte des Fernsehens gezeigt. Aufgrund des großen Erfolges wird die Ausstellung ab April 1998 wiederholt.
Bis zu seiner Stillegung 1988 speicherte der Gasometer Kokereigas, zuletzt für die Kokerei Osterfeld der Ruhrkohle AG. Technisches Kernstück war eine Stahlscheibe mit einem Gewicht von 1.207 Tonnen, die auf dem Gas schwamm, den Innenraum nach oben abdichtete und für den notwendigen Druck sorgte. Seit dem Umbau ist diese Scheibe in vier Metern Höhe aufgestützt, so daß der Besucher heute zunächst unterhalb der Stahlplatte einen kreisrunden, mehr als 3.000 qm großen Raum betritt.
Im Inneren des Gasometers sind die Möglichkeiten unbegrenzt; ob Ausstellung oder Produktpremiere, Konzert oder Klangereignis, Modenschau, Firmenpräsentation oder Rundum-Kino. Ein gläserner Panoramaaufzug führt unter die Kuppel des Riesen, ein zweiter Aufzug außen auf das Dach, das wahlweise auch über 592 Stufen eines angebauten Treppenturmes zu erreichen ist. Die phantastische Rundumsicht erfaßt eine Landschaft im Wandel.

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Ludwig Galerie Schloss Oberhausen:

Als eine der ersten Museums-Neugründungen der Nachkriegszeit eröffnete 1947 die Städtische Galerie im Herrenhaus Schloß Oberhausen. Neben bedeutenden Sammlungen rheinischer Impressionisten und Expressionisten, der kritischen Realisten der 70er Jahre und der Sammlung internationaler Grafik des 19. und 20. Jahrhunderts, hat sich die Städtische Galerie durch große kunst- und kulturgeschichtliche Ausstellungen einen guten Ruf erworben. Überregionale Bedeutung gewann sie durch die Angliederung des "Ludwig-Institut für Kunst der DDR".
Nach einem umfangreichen Umbau eröffnet im Januar 1998 die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen mit einem "Museum auf Zeit", einer "Galerie für Populäre Kunst" und einem vom Schloßpark umgebenen Forum für ein breitgefächertes kulturelles Freizeitangebot.
Die Wiedereröffnung des Museums als Ludwig Galerie schafft eine neue Institution im weltweiten Kreis der mit dem Namen Ludwig verbundenen Museen. Als "Museum auf Zeit" führt sie Meisterwerke alter und moderner Kunst aus den Sammlungen Irene und Peter Ludwig in einer Folge von thematischen Ausstellungen zusammen. Daneben wird die "Galerie für Populäre Kunst" bedeutende Werke angewandter und medienwirksamer Künste wie Karikatur, Comic, Fotografie, Plakatkunst und Video in ihren aufregenden und schöpferischen Wechselwirkungen mit der sogenannten Hochkunst in Beziehung setzen.
In den Räumen des "Kleinen Schlosses" befindet sich künftig neben der "Galerie für Populäre Kunst", dem Studio für regionale Kunst und dem Museumsshop auch der neue Oberhausener Trausaal. Im "Kleinen Schloß" haben vor allem die Bürger der Stadt ein Forum für Begegnungen mit bildender Kunst. Hier entfalten der Kunstverein, die Artothek, die Oberhausener Künstler, kulturelle Vereine und Veranstalter ihre Aktivitäten. Die Abteilung Bildungsarbeit und Museumspädagogik der Galerie regt im Anschluß an Ausstellungsrundgänge zu selbständigem kreativen Arbeiten in der Museumswerkstatt an.
Neben der Ludwig Galerie befindet sich in der Gedenkhalle des Schlosses eine Dauerausstellung zur "Geschichte der Verfolgung und des Widerstandes in Oberhausen während der Zeit des Nationalsozialismus". In der Gedenkhalle werden darüber hinaus in regelmäßigen Abständen dokumentarische Ausstellungen zu aktuellen Themen der Friedenserziehung und politischen Aufklärung gezeigt.

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Internationale Kurzfilmtage Oberhausen:

Als ältestes Kurzfilmfestival der Welt sind die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen seit den 50er Jahren fester Bestandteil der Kulturlandschaft Ruhrgebiet. Sie haben eine mehr als 40jährige Tradition als Diskussionsforum für die filmkünstlerische und medientechnologische Entwicklung. Ihr Kapital sind nicht nur die in Jahrzehnten gewachsenen weltweiten Medien- und Branchenkontakte, sondern vor allem die Fähigkeit, sich als Festival mit zukunftsweisender Orientierung stets neu zu definieren.
Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen - das war in den 50er Jahren der Ort, wo der Westen die Filmkunst Osteuropas entdeckte. In den 60er Jahren war das Festival mit dem "Oberhausener Manifest" zentraler Schauplatz des Aufbruchs für die Regisseure des Neuen Deutschen Films, der dem deutschen Kino wieder international zu künstlerischer Bedeutung verhalf. Heute sind die alljährlich stattfindenden Kurzfilmtage ein internationales Forum für die künstlerisch und technologisch avancierten Talente dieses Mediums.
Hier wurden Regisseure wie Roman Polanski, David Lynch oder George Lucas entdeckt, lange bevor sie den Weltmarkt eroberten. Hier wurden zu Beginn der 90er Jahre - der gewandelten Bedeutung des Kurzfilms gemäß - neue Akzente gesetzt: mit internationalen Symposien u. a. zum Videoclip (1991), zum Werbefilm und zu HDTV (1992), zum Industriefilm, zur Entwicklung im Bereich CD-ROM (1994) und Internetpräsentationen (1995) sowie mit aktuellen jährlichen Symposien zur internationalen Entwicklung der kurzen Form im Fernsehen.

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Friedensplatz:

Der Friedensplatz wurde kurz nach der Jahrhundertwende auf der Industriebrache der in Konkurs gegangenen Styrumer Eisenhütte angelegt. Der 50 x 180 Meter große Platz, einer der schönsten im Ruhrgebiet, ist wichtiges Bindeglied zwischen Altmarkt, Bahnhof und Rathaus und lädt zum Feiern ("Gastronomische Meile", Weihnachtsmarkt) und Verweilen ein. Zwei Doppelreihen von Platanen, Blumenbeeten und Wasserbecken betonen die Weitläufigkeit des Platzes, den Stadtplaner Eduard Jüngerich durch dreigeschossige, langgestreckte Baublöcke im Backsteinexpressionismus einfaßte. Blendarkaden und viele schmückende Details binden die Bauten an der Ostseite (u. a. Polizeipräsidium) und die gegenüberliegende, dreigeteilte Häuserzeile mit der früheren Reichsbank (heute Landeszentralbank) und den anschließenden Wohngebäuden zu einer Einheit zusammen. Abgeschlossen wird der Platz im Norden von dem dominierenden Amtsgericht, das in den Jahren 1904 bis 1907 in der für das kaiserliche Deutschland typischen historistischen Bauweise errichtet wurde, im Süden von einer Doppelturmanlage mit Wohnungen, einem Hotel und Geschäftsräumen.

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